5 Sexmythen, denen wir nicht mehr auf den Leim gehen!

Wir, die wir zwischen 1980 und 2000 geboren sind, wuchsen mit der Bravo, der Mädchen oder ähnlichen Zeitschriften auf. Sie lehrten uns eine Menge darüber, was Sex und Beziehungen sind und wie sie zu funktionieren haben. Leider ist vieles davon totaler Bullshit. Denn viele dieser vermeintlichen Tipps trainieren uns vor allem auf eines: darauf, zu gefallen. Das, was die Medien, Film und Fernsehen uns über weibliche Sexualität beibringen, ist vor allem darauf ausgelegt, dass Mann besonders viel Freude dabei hat.

Wie wir als Frauen selbstbestimmten, geilen und unseren Bedürfnissen entsprechenden Sex haben? Es ist wohl das am besten gehütete Geheimnis der Welt. Freiwillig verraten will es uns nämlich niemand.

Seit einigen Monaten stelle ich radikal alles in Frage, was ich über Sex und Beziehungen jemals gelernt habe. Mein Weg dahin, herauszufinden, welche Art von Erotik ich in meinem Leben brauche, begann damit, zu hinterfragen, was ich gelernt habe. Es ging darum, viele Sexmythen erst einmal auf den Prüfstand zu stellen. Sie einem Realitätscheck zu unterziehen. Dieses Wissen will ich natürlich mit euch teilen – denn es ist nicht nur für Frauen spannend, versprochen!

Dafür habe ich mir nicht nur selbst Gedanken gemacht, sondern auch vier wundervolle Frauen ins Boot geholt, die je einen Mythos beigesteuert und entzaubert haben. Danke an Leonie, Rebecca, Lotta und Noemi für eure Weisheit und Offenheit!

„Mein erstes Mal hat wehgetan. Aber normal ist das nicht.“

Der Sexmythos: Das erste Mal tut Frauen weh. Ist halt so.

Ich bin mit Doktor Sommer und fragwürdigen Youtube-Videos aufgewachsen. Selbst das Aufklärungsbuch, das mir meine Mutter zur ersten Periode geschenkt hat und der Bio-Unterricht konnten nichts daran ändern, dass ich dachte:  Das erste Mal tut Frauen halt weh. Und das ist normal. Schließlich reißt ja das Jungfernhäutchen und diesen Produktionsfehler der Natur müssen wir eben aushalten. Pech gehabt.

Der Realitycheck: Mein erstes Mal hat wehgetan. Aber normal ist das nicht.

Ich war bereit. Mein damaliger Freund und ich wollten unser erstes Mal haben. Alles etwas unbeholfen, aber liebevoll. Als der große Moment kam, fühlte es sich aber an, als würde jemand eine Scherbe in meine Vagina rammen. Und dann aber gegen eine Wand stoßen.

Ich wusste nicht, was das bedeuten soll. Schmerzen beim ersten Mal sollen ja normal sein, aber was wenn es so stark ist, dass es einfach gar nicht funktioniert? Oder funktioniert meine Vagina nicht? Wir versuchten es noch einmal und noch einmal. Jedes Mal furchtbare Schmerzen, wir brachen das Vorhaben Penetration ab und widmeten uns anderen Dingen. Einige Jahre vergingen, in denen ich das Internet durchforstete, dann wieder verdrängte, mich von Gynäkolog*innen belächeln ließ und schließlich doch noch das Wissen erlangte, das ich jetzt habe.

Leonie (24) klärt auf Instagram als @vaginismus.hilfe auf und möchte lieber unerkannt bleiben.

Es ist nicht normal, dass das erste Mal wehtut und es gibt auch kein Jungfernhäutchen, das reißt. Es existiert einfach nicht in der Form, wie viele es gelernt haben. Deshalb tut penetrativer Sex beim ersten Mal auch nur weh, wenn man nicht genug Feuchtigkeit, Erregung und Behutsamkeit da ist. Oder eben wenn man wie ich Vaginismus hat. Das ist eine sogenannte sexuelle Funktionsstörung, die dafür sorgt, dass penetrativer Sex schmerzt bis zur Unmöglichkeit. Auch Tampons und Spekula beim Gyn können ein Problem sein. Mit Sexualtherapie, Dilatoren und Phystiotherapie ist es aber auch gut behandelbar und auf diesem Weg befinde ich mich gerade. Achja und Sex habe ich mit meinem jetzigen Freund trotzdem. Nur eben ohne Penetration bis es soweit ist, dass ich daran auch Spaß haben kann.

Blogging im Allgemeinen und feministische Arbeit im Besonderen kostet eine Menge Zeit – und manchmal ein bisschen Geld. 😉 Unterstütze doch meine Arbeit entweder mit einem Kaffee über PayPal oder supporte mich auf Steady – ich werde dir ewig dankbar sein!

„Der Orgasmus sollte nicht das Ziel sein.“

Der Sexmythos: Sex endet, wenn der Mann kommt.

Leider wirkt Sex immer sehr fokussiert auf die Penetration und das “Vergnügen” des Mannes. Das fing ja schon im Aufklärungsunterricht an. Ich meine, da wird Sex automatisch mit Penis-in-Vagina gleichgestellt. Über das Vergnügen der Frau, ihre Lustzonen oder ihren Orgasmus habe ich da nichts gelernt. Es ging mehr darum “Beim Sex dringt der Mann mit seinem Penis in die Vagina der Frau ein. Bei einem Orgasmus hat er einen Samenerguss, dadurch kann die Frau schwanger werden”. Und dann ist es vorbei. Leider hatte ich auch genügend Männer im Bett, die der gleichen Auffassung waren. Wenn ich bis zu seinem Orgasmus nicht befriedigt war, hatte ich halt Pech gehabt.

Der Realitätscheck:

Ich habe inzwischen aber 2 Dinge gelernt:

  1. Der Orgasmus sollte nicht das Ziel sein. Sex – egal ob mit Penetration oder ohne – ist etwas Schönes an sich. Ein Orgasmus (oder auch mehrere) sind ein schönes Plus, aber nicht das Ultimum, sodass es ohne nicht als ordentlicher Sex zählt.
  2. Ich habe jedes Recht der Welt auch nach dem Samenerguss meines Partners weiter zu machen! Manchmal sage ich, dass ich gern noch geleckt werden will. Manchmal greife ich noch nach einem Toy und lass ihn zuschauen (oder auch in die Hand nehmen) – und manchmal falle ich genauso erschöpft und zufrieden in mich zusammen wie er.

Ich denke, aufgrund dessen, was wir in Pornos sehen (es endet mit einem fulminanten Cumshot), was wir im Unterricht lernen (“Durch den Samen des Mannes wird die Eizelle der Frau befruchtet”) und dem, was wir so an eigenen Erfahrungen gesammelt haben, kommt es auch zu dem bekannten Orgasm-Gap vor allem bei heterosexuellen Cis-Pärchen.

Rebecca, 35, schreibt auf Lippenbekenntnisse.de über Sex, Toys und Fetisch.

Wenn wir aber anfangen, das zu hinterfragen, stellen wir fest, dass das, was wir als “normal” gelernt haben, nicht die Norm sein muss. Das wichtigste beim Sex ist für mich, dass alle Beteiligten Spaß haben. Ob mit Orgasmus oder nicht. Es endet dann, wenn man will, dass es endet, nicht zwangsläufig damit, dass der Mann seine Samen verschießt.

„Kinks sind was für Freaks!“

Der Sexmythos: Wer – vor allem als Frau – drauf steht, sich anbinden, dominieren oder sogar schlagen zu lassen, ist nicht mehr ganz sauber!

Ich bin jetzt bald seit knapp 14 Jahren sexuell aktiv und fast genauso lange war ich davon überzeugt, dass Kinks etwas für Leute mit ’ner Klatsche sind. Völlig Mainstream-geprägt war ich tatsächlich der Meinung, dass sich anbinden lassen, sich vielleicht sogar den Hintern versohlen lassen und bewusst die Kontrolle abgeben etwas ist, das nur Menschen tun, die auch sonst irgendwie schräg waren. Zu meiner konservativsten Zeit war ich davon überzeugt, dass diese Leute definitiv ein tieferliegendes, psychisches Problem hätten. Little did I know!

So wie mir geht’s ganz vielen. Immerhin haben uns Film und Fernsehen beigebracht, dass Sex primär aus rein-raus-fertig besteht und vor allem in der Missionars- oder Reiterstellung stattfindet. Wenn dir eine Frauenzeitschrift dazu rät, die Beziehung mit ein paar Satinhandfesseln aufzupeppen, ist das auch 2020 noch revolutionär.

Dann kam 2015 „50 Shades of Grey“ in die Kinos und – erwies der Kinky-Szene, vor allem dem BDSM, einen Bärendienst. Denn das, was man in diesen Filmen sieht, ist kein Fetisch, kein Kink, das ist sexualisierter Missbrauch. Doch der Mainstream denkt, so sei BDSM tatsächlich und hält diejenigen, die sich in dieser Szene bewegen, erst recht für irgendwie gestört. Viele glauben zwar, dass die Bücher und Filme das Spiel mit der Kontrolle erst recht salonfähig gemacht hätten. Doch wer das, was zwischen den Charakteren passiert, mit wachem Auge betrachtet, sieht den Schaden, der entstanden ist.

Der Realitätscheck: Kinks sind Bedürfnisse wie alle anderen auch – und sich anbinden zu lassen, ist eigentlich ganz geil.

Tja, wenn ich von psychischen Schäden bei Kinkstern ausgegangen bin, dann hab ich wohl auch einen gehörigen Schaden. Denn tatsächlich ist gerade Bondage etwas, dem ich ganz und gar nicht abgeneigt bin. Auch mich jeglicher Kontrolle entledigen und mich führen zu lassen ist etwas, das mir zwischen den Laken durchaus das eine oder andere selige Seufzen entlockt. Gerade, weil ich im Alltag eine durchaus dominante Person bin, habe ich den Reiz im erotischen Kontrollverlust entdeckt.

Klemmen sind ein echt nettes Accessoire.

Dem öffnen konnte ich mich vor allem dadurch, dass ich bei zwei ganz wunderbaren Frauen – Lotta Frei und Ophelia, die auf federpeitsche.com schreibt – vieles zu selbstbestimmten Sex, Fetisch und Sexpositivität gelernt habe. Ich habe erfahren, dass BDSM immer dem Motto „Safe, sane and consensual“ folgt und nichts mit unberechenbarer Gewalt zu tun hat. Mir wurde klar, dass gerade zahlreiche, nischige Spielarten ihren Reiz haben, eben WEIL sie anders sind als das, was wir aus dem Alltag kennen. Was ich jetzt definitiv weiß: Ein bisschen kinky schadet (mir) nie.

Blogging im Allgemeinen und feministische Arbeit im Besonderen kostet eine Menge Zeit – und manchmal ein bisschen Geld. 😉 Unterstütze doch meine Arbeit entweder mit einem Kaffee über PayPal oder supporte mich auf Steady – ich werde dir ewig dankbar sein!

„…bis ich mal mit 5 Männern gleichzeitig Sex hatte.“

Der Sexmythos: Beim Gangbang wird Frau zum würdelosen Objekt degradiert.

Ich erinnere mich noch genau daran, als ich zum ersten Mal in einem Pornofilm sah, dass man auch mit mehr als einer Person gleichzeitig Sex haben kann. Die Szene, in der eine Frau aus allen erdenklichen Winkeln von zwei Männern bearbeitet wurde, erregte mich zutiefst. Gleichzeitig war ich abgestoßen von der Härte, mit der die Typen sich einfach nahmen, worauf sie Lust hatten – ungeachtet dessen, dass die beteiligte Frau unter Würgen und Tränen irgendwie so gar nicht aussah, als könnte ihr das Ganze Spaß machen.

Ich stellte fest, dass sich dieses Konzept als roter Faden durch den Großteil der Pornolandschaft zieht: Mann nimmt sich, Frau erduldet. Vor allem in Filmen, in denen eine Frau Sex mit mehreren Männern hat. Die Idee dahinter wurde zu meiner liebsten Masturbationsfantasie – und gleichzeitig fühlte ich mich richtig schlecht dabei, so als überzeugte Feministin. Alles änderte sich, als ich zum ersten Mal selbst einen Dreier erlebte. Über Joyclub hatte ich zwei Männer gesucht, mit denen ich der Fantasie im echten Leben auf den Grund gehen konnte. Würde es mich auch in echt anmachen, oder sich als eine Art Hirnfick herausstellen, der nur als Fantasie taugte?

Der Realitätscheck: Die Wirklichkeit entpuppte sich als völlig gegensätzlich zu dem, was mir im Film als Dreier präsentiert worden war. Beide Männer hatten viel Erfahrung in dieser Spielart (das war meine Bedingung bei der Suche) und wussten genau, wie sie mich nach allen Regeln der Kunst verwöhnen konnten. Das Erlebnis beeindruckte mich so nachhaltig, dass ich mich zusammen mit meinen beiden Spielpartnern Schritt für Schritt weiter wagte. Wir erweiterten den Kreis erst um einen weiteren Mann, dann um noch einen, bis ich tatsächlich mal mit 5 Männern gleichzeitig Sex hatte.

So muss sich die Sonne fühlen, während sie von Planeten umkreist wird! Keine Spur von Ausnutzung, Überrumpelung oder Grenzüberschreitung. Jeder Schritt, jede Berührung geschah ausschließlich mit meiner Zustimmung. Ich fühlte mich so sicher, dass ich mich richtig fallen- und gehenlassen konnte. Und erst Stunden später, völlig erschöpft und zufrieden, das Segel strich. Denn das ist der große Vorteil von Gruppensex und Gangbangs: Mehrere Männer können exponentiell einfach länger als ein Einzelner. Durch die vielfältige Berührung am ganzen Körper, die Abwechslung – sowohl anatomisch als auch in der Art und Weise – die Wertschätzung und das Leuchten in den Augen der Mitspieler gerät man geradezu in einen Rauschzustand.

Lotta Frei (40) ist Autorin der Swinger-Bibel.

Ich bin froh, dass ich nicht auf das Bild gehört habe, das mir Pornos (und damit vermeintlich ‚die Gesellschaft‘) von Gruppensex vermittelt haben. Dann wäre mir das Gefühl der Freiheit, der Unersättlichkeit und der Fülle entgangen, das ich durch Dreier und andere Gruppenaktivitäten kennenlernen durfte. Und ich wäre heute nicht mit meinem Freund zusammen, der nach dem ersten Dreier in meinem Leben blieb. Das ist das schönste: dass wir diese Vorliebe und Lust gemeinsam teilen können. Ohne Eifersucht oder Gefühlsverwirrung – einfach als eine hedonistische Form von Genuss und Lebenslust.

„Der weibliche Körper wurde dafür geschaffen, sexuelle Lust zu empfinden.“

Der Sexmythos: Frauen kommen nicht beim Sex.

Ich erinnere mich noch sehr gut an den Moment, in dem ich beim ersten Mal Sex mit einem meiner Freunde aus heiterem Himmel einen Orgasmus hatte. Ich hatte überhaupt nicht damit gerechnet, denn ich hatte von allen Seiten gehört, dass Frauen tendenziell nicht beim Sex kommen können und dann das. Wow! Natürlich ist an diesem Mythos was Wahres dran, tatsächlich kommen viele Frauen nicht “einfach so” beim Sex. Das letzte, was dieser Text erreichen soll, ist dich unter Druck zu setzen. Du kennst deinen Körper am besten und ich will dir auf keinen Fall was absprechen.

Der Realitätscheck: Hier sind ein paar Denkanstöße, die vielleicht doch die Möglichkeit eines Orgasmus eröffnen.

Erster Gegenbeweis: Der weibliche Körper wurde dafür geschaffen, sexuelle Lust zu empfinden. Die Möglichkeit, einen Orgasmus zu bekommen und unabhängig vom Eisprung so oft Lust auf Sex zu haben, teilen wir uns nur mit einigen der großen Menschenaffen. Die Klitoris ist ein faszinierend großer Schwellkörper, der in der Spitze doppelt so viele Nervenenden hat wie ein Penis. Ihre tatsächliche Größe wurde übrigens erst in den 90er Jahren entdeckt. Von einer Frau natürlich.

Dieser Schwellkörper an sich ist auch schon Gegenbeweis zwei: Wetten, dass deine Klitoris bisher selten richtig gut stimuliert wurde? Stell dir einen Penis vor, der nur an der Eichel berührt wird. Geht schon, okay, aber ist nur der halbe Spaß, oder? Und dauert sicher länger, so zum Orgasmus zu kommen. Die Klitoris hat neben der Spitze auch noch seitliche Schwellkörper, die in den Körper hineinwachsen. Um diese Schwellkörper richtig in Stimmung zu bringen, kann man so viel mehr tun, als nur die vermeintliche “Perle” zu berühren: Auch links und rechts, oben und unten hilft Stimulation, um richtig geil zu werden. Es hilft dabei übrigens auch sehr, in der richtigen Zyklusphase zu sein. Kurz vorm Eisprung ist alles feuchter, Sex fühlt sich unfassbar gut an und kommen ist viel leichter.

Was mich zum dritten Gegenbeweis bringt: Du brauchst mehr Zeit, mehr Hingabe und Sicherheit von deine*m Sexualpartner*in. Ja, es ist ein altes Klischee, dass Frauen mehr Zeit beim Sex brauchen und natürlich stimmt das nicht immer, auch ein Quickie kann mit der richtigen Person mega-nice sein. Aber es ergibt Sinn, wenn du dir vorstellt, dass der größte Teil des Schwellkörpers im Inneren liegt und nicht so leicht stimulierbar ist wie ein exponierter Penis. Es braucht Zeit und Hingabe und Geduld, Baby. Nicht unterschätzt werden darf dabei auch der Aspekt der (emotionalen) Sicherheit. Wenn du dich mit deine*m Partner*in nicht wohl fühlst, dann kann sich dein Körper nicht entspannen und kommen wird richtig schwer.

Deshalb bin ich auch total dafür, dass alle zu Dessous greifen, um sich noch sexier zu fühlen. Alles was hilft, dass wir uns gut fühlen, darf sein! Und lass dir bloß nicht einreden, du seist verklemmt, wenn du es nicht in der Umkleidekabine, sondern lieber im Bett tun willst.

Das ist eine schöne Überleitung zum vierten Gegenbeweis: Weshalb zur Hölle sind wir mit unseren Wünschen immer noch so oft bescheiden? “Nein, ich darf nicht verlangen, dass der Mann mich befriedigen muss (vorausgesetzt ich habe mit einem Mann Sex). Ich bin bescheiden, Sex muss nicht bedeuten, dass man einen Orgasmus hat, es ist auch so schön.” Again: Ja sicher ist da was dran. Aber manchmal dürfen wir auch mehr von unserem Gegenüber verlangen, als wir das bisher tun. Statt auch nur einen Bruchteil so selbstbewusst auf unsere Befriedigung zu bestehen, wie manche Männer das tun, pinseln wir ihnen noch den Bauch mit unseren vorgetäuschten Orgasmen.

Noemi (35) versöhnt als Female Embodiement Coach Frauen mit sich selbst.

Gott bewahre, dass ein Mann nicht denkt, er sei der größte Hengst im Stall (bzw. der mit dem größten Pferdeschwanz, hehe). Schluss damit: Benutz deine Hände, wenn dir das hilft. Besteh darauf, befriedigt zu werden, vorher ist der Sex nicht vorbei. Lass dir zeigen, dass du ein anbetungswürdiges Wesen bist, das es verdient hat, einen Knaller-Orgasmus zu haben.

Welchen Sexmythos konntest du entzaubern?

Jetzt bist du an der Reihe! Welche Halbwahrheiten über Sex hast du im Laufe deines Lebens aufgeschnappt, um dann festzustellen, dass das alles Bullshit ist? Lass uns in den Kommentaren alle Sexmythen und ihre Widerlegungen sammeln, die wir finden können – für geileren, selbstbestimmten, selbstbewussteren Sex. Treibs bunt!

Unterstütze Eine fixe Idee!

Hat dir der Beitrag gefallen? Blogging im Allgemeinen und feministische Arbeit im Besonderen kostet eine Menge Zeit – und manchmal ein bisschen Geld. 😉 Unterstütze doch meine Arbeit entweder mit einem Kaffee über PayPal oder supporte mich auf Steady – ich werde dir ewig dankbar sein!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.